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Ostern an der Ourthe/Belgien


Für eine Wanderfahrt über die Osterfeiertage 2015 hatten wir uns die Ourthe in den belgischen Ardennen ausgesucht. Die Ourthe ist ein 120 km langer Fluss in Ostbelgien.

Sie entsteht aus zwei in den Ardennen entspringenden Quellflüssen – der Ourthe orientale und der Ourthe occidentale – die sich bei Engreux vereinigen.

Die Ourthe, die das ganze Jahr über ab Hotton fahrbar ist, durchfließt die verschiedenartigen Landschaften der Ardennen, Famenne und Condroz. Das Tal bleibt interessant und reizvoll bis Hamoir. Der landschaftlich und paddlerisch interessanteste Teil liegt zwischen Nisramont und La Roche. Dort durchbricht die Ourthe die Hèrou-Schlucht und sorgt durch leichtes Wildwasser in einem engen Waldtal für Abwechslung. Ab Maboge zeigt sich die Ourthe gemäßigter und fließt als weitgehend naturbelassener Wald- und Wiesenfluss mit guter Strömung ruhig in weiten Bögen dahin. Die Ufer sind meist kiesig und steinig. Aber auch unterhalb dieser Ortschaften gibt es vergleichbare oder ähnlich hübsche Strecken (etwa die Défilé von Sy) zwischen Bomal und Hamoir. All diese Eigenschaften machen die Ourthe zur Königin der Ardennen.

 

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Unser Standquartier mit 4 Wohnwagen, 1 Camper, 1 ‚beheiztes‘ Gemeinschaftszelt und 2 kleine Zelte schlugen wir auf dem Campingplatz Benelux bei La Roche-en-Ardenne auf.

 

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Die Wetterprognosen für die die Osterfeiertage waren nicht so toll und sollten sich leider auch bewahrheiten. Regnerisch, ab und zumal sonnig und vor allem kalt (nachts unter null), so zeigte sich das Wetter von Karfreitag bis Ostermontag.
Dazu kam, das es vorher viel geregnet hatte und die Flusspegel entsprechend hoch waren. Da die Befahrungsregeln (DKV: Merkblatt zu Befahrungsregeln in Belgien, Stand August 2014) sehr eingeschränkt sind, konnten wir die ersten 2 Tage überhaupt nicht Paddeln, was angebracht der Wetterlage keinem so schwer viel. Am Freitag wurde die obere Strecke ab Staumauer Nisramont mit Einstieg- und Aussatzstellen besichtigt und eine gut 2 stündige  wunderschöne Rundwanderung im Ourthetal unternommen.

 

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Der Samstag zeigte sich wieder regnerisch, die Pegel waren immer noch zu hoch und so ging es ab ins Museum nach Bastogne.
Die Gegend um Bastogne war im 2. Weltkrieg Schauplatz der Ardennenoffensive im Dezember 1944. Überall gibt es Gedenkstätten und Museen. Wir besuchten das Bastogne War Museum. Der Rundgang mit Kinos und Exponaten dauerte gut 2 Stunden und vermittelte die damaligen schrecklichen Geschehnisse aus belgischer, amerikanischer und deutscher Sicht, (sehr empfehlenswert).
Auf dem Rückweg wurde noch der Carefour heimgesucht, stand fürs Abendessen ja grillen auf dem Programm.

 

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Sonntag dann endlich die Erlösung. Sonnig, die Pegelampel auf grün, also konnte es mit dem Paddeln losgehen. Wir befuhren die Strecke von Nisramont bis Mantoge, angebracht des immer noch hohen Wasserstandes ein flottes Vergnügen.
Abends blieb die Küche kalt und wir liessen uns in einem Restaurant in La Roche die belgische Küche schmecken.

 

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Der Ostermontag zeigte sich wieder bewölkt und ziemlich kühl, was aber eine kleinere Gruppe nicht abhielt, die Ourthe vom Campingplatz aus zu paddeln. Die Zurückgebliebenen kümmerten sich dann schon ums Aufräumen und Abbauen und so ging es zügig nach der Rückkehr der Paddler wieder Richtung Heimat.

 

Fazit: Die Ourthe ist ein schöner Wanderfluss (und es gibt ja auch noch mehr Flüsschen in der Nähe), die Landschaft abwechslungsreich, auch ideal zum Wandern und Mountainbike fahren, aber ein Kälteloch. Immer Sommer sicher überlaufen, allein wenn man die vielen Leihboote sieht, die überall rumliegen.

 


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